Unser Gott heißt Geld

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Aus einem eigentlich genialen Gedanken des universellen Tauschmittels ist ein Gott geworden. Dem Geld haben wir alles untergeordnet. Ihm haben wir unsere Seele verkauft. Ihm huldigen wir. Unser Altar ist ein gut gefüllter Tresor. Ihm bringen wir unsere Blutopfer dar. Tagtäglich. 

 

Jede unserer Handlungen, jeder unserer Gedanken, jede wirtschaftliche Aktiviät, jedes menschlich Miteinander geschieht in irgendeiner Art und Weise unter der Prämisse, ob sie sich auszahlen. Reines Geben und Nehmen ist nur noch in Ausnahmefällen möglich. Sie sind reine Glücksbegegnungen geworden, in denen wir den Himmel fühlen können, in dem wir eigentlich leben. Doch miteinander haben wir dieses weit verzweigte Spinnennetz von Transaktionen installiert, in denen wir uns selbst bewegen, wie in einem gut eingespieltem Gefängnis.

 

Wir argumentieren vor uns hin, dass es so sein müsste und natürlich wäre, doch nicht ist weiter von der Wahrheit entfernt. Wir haben uns in unserem eigenen Denksystem verfangen. 

 

Unsere Wirtschaft fragt schon lange nicht mehr danach, den Menschen zu dienen. Sie dient der Vermehrung des Geldes in den Taschen der Wenigen Führenden. Um das System aufrecht zu erhalten, wird natürlich das Gegenteil behauptet und propagiert. Doch wer lässt sich bei genauerem Hinsehen davon wirklich noch foppen? Zu gravierend sind die Löcher, zu himmelschreiend die Ungerechtigkeiten. Die Reichen werden täglich Reicher, die Armen haben kaum genug zum leben. 

 

Jeder ist zu einem kleinen Rädchen in einem riesigen Räderwerk der Geldmaschinerie geworden. Wir haben uns einspannen lassen. Mit unserer Arbeitskraft, unserem Traum vom Eigenheim, dem Kredit bei der Bank. Wir sind wir Bienen, die dem Honig hinterhersummen und gar nicht merken, das der Imker die Früchte der Arbeit ständig stiehlt und selbst vernascht.

 

Natürlich ist unsere Politik mittlerweile genauso gekauft, wie jeder einzelne Mensch in der Gesellschaft. Eingefangen, verwickelt, geschmiert, korrumpiert. Eine Hand wäscht die Andere. Tust du mir einen Gefallen, wird sich dein Vermögen mit vermehren. 

 

Jede Aktion, die marktschreierisch davon erzählt, wie gerecht, fürsorglich und volksnah sie sei, verschleiert nur wortreich den Ausverkauf jeglicher Menschlichkeit, jedes Mitgefühls, Miteinanders und jedem kleinen Rest an echter Verbundenheit.

 

Tatsache hinter den Kulissen ist: die Macht liegt in den Händen sehr, sehr, sehr Weniger, die jede Facette des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Lebens nach ihren Vorstellungen, Wünschen und zur ihrem Vorteil steuern können. Und - es auch tun.

 

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