Hinsehen und Verändern

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Leugnen funktioniert nicht mehr. Wegschauen funktioniert nicht mehr. Die Probleme nehmen überhand. Überall. Müllberge. Luftverschmutzung. Gletscherschmelze. Tote Meere. Fischsterben. Artensterben. Chemieunfälle. Abraumhalden. Wir haben diese Erde benutzt, wie einen Einmal-Wegwerfartikel, der niemals wieder gebraucht wird. Wir haben die Natur ausgebeutet, als gäbe es kein Morgen. 

 

Wir tun so, als würden wir mindestens zehn Erden in petto haben und von dieser hier so ganz und gar nicht abhängig sein.

 

Die Entscheidungen über das Wie und Was überlassen wir Anderen. Den Wirtschaftunternehmen, die nur an den geldwerten Vorteil denken. Wir selbst übernehmen keinen Verantwortung sondern drehen uns lieber weg und träumen vom nächsten Urlaub in unberührte Regionen. Doch auch das funktioniert nicht mehr. Denn wir sind so Viele geworden, dass es von der Unberührtheit keine Spur mehr gibt. Wir haben überall unsere Fußabdrücke und unseren Müll hinterlassen. Selbst im hohen Norden Grönlands.  

 

Es reicht nicht mehr halbherzige Lippenbekenntnisse auszusprechen und sich vage zu irgendwelchen neuen Richtwerten zu verständigen. Die Erde bricht über uns herein, wie ein Tropensturm. Wir überhören nur geflissentlich jede Warnung. 

 

Gut, dann müssen wir auch mit den Folgen klarkommen.

 

Es wird eine Flutwelle geben. Der Meeresspiegel steigt und wir sind erbärmlich darauf vorbereitet. Die Atemluft wird knapp und wir haben keine Idee, wie wir damit umgehen können. Die Wetterextreme nehmen zu und wir werden zunehmend hilfloser hin- und hergewirbelt. Dürre, Hitze, Eiseskälte. Wir kommen an unsere Grenzen. Das Wasser wird knapp und auch dafür gibt es keinerlei wirklich gangbare Konzepte. Die Wälder sterben vor unseren Augen und wir sind nicht dafür gemacht in der zurückbleibenden Wüste zu überleben. Narhungsmittel werden Luxusgut, weil es weder die Böden gibt, um sie zu produzieren noch die Tiere, die gejagt werden könnten. Immer mehr Regionen dieser Erde werden unbewohnbar werden und über die verbleibenden Gebiete werden Flüchtlingströme hereinbrechen, gegen die keine Mauern helfen. Wir werden in Toten baden. Tote, die unsere eigene Kurzsichtigkeit getötet hat.

 

Erst dann werden wir lernen. Erst dann werden wir uns verändern. Erst dann werden wir aus den Trümmern unserer Ignoranz eine neue Balance erschaffen können. Eine Balance mit der Natur, die sich dann neu gestaltet hat. Mit den Tatsachen, die dann vor uns stehen. Das Paradies Erde wird dann ein Anderes sein. Die Fülle wird es nicht mehr geben. Doch auch das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir müssen damit klarkommen. Wir werden auch damit klarkommen. Doch der Abschnitt dazwischen bedeutet unvorstellbares Leid.

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Erdenhimmel