Eure Kinder sind nicht eure Kinder.

 Sie sind die Söhne und Töchter des Lebens.

 Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,

 Und obwohl sie mit euch sind,

gehören sie euch doch nicht.

 

  Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,

aber nicht eure Gedanken,

 Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.

 Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,

aber nicht ihren Seelen,

 Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen.

 

 Versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen.

 Denn das Leben läuft nicht rückwärts,

noch verweilt es im Gestern.

  

-Kahlil Gibran, abgeändert-

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Es ist Zeit unsere Unschuld zurückzufordern. Es ist Zeit, unsere Freude am Entdecken, Erforschen und Lernen zurückzufordern. Es ist Zeit, uns von den Fesseln, die das Schulsystem geschlagen hat zu befreien. Von all den fremden Gedanken und Vorstellungen, die in uns Wurzeln getrieben haben. Von den Begrenzungen des Perfektionswahns und den Einengungen festgefügter Ideen. 

 

Es ist Zeit, sich dem zu verweigern und auszubrechen, was uns formen und bevormunden will. Niemand hat das Recht, uns vorzuschreiben, was in unsere Köpfe gehört. Wir müssen unsere Freiheit praktisch neu finden. Indem wir aussteigen aus all dem, was wir bisher als wahr, richtig und unverrückbar angenommen haben. 

 

Kinder sind keine unbeschriebenen, formbaren Blätter, auf die die vergangenen Geschichten geschrieben werden sollen. Sie haben ihre eigenen Vorstellungen. Sie haben ihre eigenen Ideen. Sie wissen in ihrer Seele sehr genau, warum sie in dieser Welt sind und sie folgen dieser inneren Agenda, wenn wir uns nicht übermächtig in ihren Weg einmischen. Wir als Gesellschaft sind zu ihrer Unterstützung da. Wir sind diejenigen, die sie herausfordern und ihnen alle Ressourcen zur Verfügung stellen sollten, die sie benötigen. Wir sind auch diejenigen, die sich in Frage stellen lassen müssen. Denn nur so können wir uns alle weiterentwickeln. 

 

Wir brauchen die Weisheit der Kinder. Wir brauchen ihre Kreativität, ihre Spritzigkeit, ihre Frische und ihre Unvoreingenommenheit, um unseren Weg in dieser Welt zu korrigieren und unseren Kompass neu auszurichten. 

 

Der Weg der Vergangenheit führt nicht in eine blühende Zukunft. Das wird heute überall sichtbar. Wir können nicht so weitergehen. Unsere Kinder erinnern uns daran. Lautstark. Immer wieder. Es ist Zeit, auf sie zu hören und endlich einzusehen, dass wir in die Irre gehen. 

 

Darin liegt der größte Schatz, den uns unsere Kinder schenken. Sie sind die neue Welt. Sie brauchen unsere Unterstützung, wir brauchen ihre unverfälschten Ansichten, ihre Wahrhaftigkeit und ihre unbekümmerten Piekser in die eingefahrenen Muster unseres Lebens. Nur so können wir den nächsten Schritt unserer Entwicklung als Menschheit gehen. 

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