Freiheit & Verantwortung

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Die Zeit der Patriarchen ist vorbei. Die Zeit der Matriarchate ist vorbei. Kein Anlehnen mehr, kein Hochschauen zu Vorbildern. Kein Warten auf Verordnungen, Befehle oder Ratschläge. Es ist Zeit, für uns allein zu stehen. Ohne uns festzuhalten. Wir brauchen keine Stütze mehr. Es ist Zeit, das Zepter zu übernehmen. 

 

Ein Zepter, dass wir bisher immer irgendeinem Gott in die Hände gedrückt haben. Das Zepter, für das wir nicht nur in unserem Glauben sondern gleichzeitig in unserem Leben einen Halter gesucht haben. Und es war immer ein anderer Halter als wir selbst. Es war immer jemand anders, der die Verantwortung für unser Sein übernehmen sollte. Und damit auch die Verantwortung für jede Folge unseres Handelns. Gott war nicht nur Schutz, er war auch Buhmann für alles, was schiefläuft. Und wenn nicht Gott, dann der Teufel. 

 

Es ist vorüber. 

 

Diese Welt ist jetzt unsere Welt. Die Welt unserer Verantwortung. Die Welt, in der uns bewußt ist, dass wir die Schöpfer unserer Wirklichkeit sind. Mit allen Aspekten. Denen, die wir lieben und denen die wir hassen. Den unangenehmen Aspekten, den Dingen, die uns erschrecken lassen, den Dingen, die vollkommen verrückt sind und denen, die pure Zerstörung bedeuten. Es gibt niemanden mehr, dem wir für den Zustand unseres Lebens, unserer Beziehungen und unserer Erde die Verantwortung in die Schuhe schieben können. Wir sind diejenigen, die vor uns selbst dafür gerade zu stehen haben. Da ist niemand, der uns richtet. Da gibt es keinen erhobenen Zeigefinger und kein Fegefeuer. Es gibt nur Folgen. Und da wir diejenigen sind, die diese Folgen erschaffen, können wir sich auch verändern. Die Macht liegt bei uns. Bei keinem anderen. 

 

So, wie es Folgen hat, wenn ich mir selbst einen Finger abschneide, so hat es auch Folgen, wenn ich eine Pflanze aus dem Boden reiße. Sie sind in der Regel nicht besonders angenehm. Es hat auch Folgen, wenn ich einen Menschen aus ganzem Herzen liebe und ihm dabei alles Glück der Welt wünsche. Es hat Folgen, wenn ich meinen Samen mit den Eizellen einer Frau verbinde. Es hat Folgen, wenn ich einem Menschen danke oder einen Baum zärtlich und achtsam berühre. Das sind Folgen, die sich vielleicht viel besser anfühlen.

 

Die Wahl darüber, welche Folgen wir erleben wollen, liegt bei uns. Die Wahl über unser Handeln liegt bei uns. 

 

Das ist Freiheit. Pure Freiheit. Und vollkommene Verantwortung zugleich.

 

 

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