Ich wünsch' mir eine Welt,

mit Menschenherzen,

groß und weit.

 Wo wir als ganze Wesen blüh'n.

 Und uns begegnen.

 Frau und Mann.

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Es gibt eine Welt jenseit des Brauchens, jenseits der Enttäuschungen, jenseits der Erwartungen, jenseits der Projektionen und jenseits jeden Rollenspiels. Es gibt eine Welt, in der wir uns wirklich begegnen. Als die Menschen, die wir sind. Eine Welt, in der wir nichts mehr darstellen müssen, um etwas wert zu sein. Eine Welt, in der wir nicht mehr kämpfen müssen, um akzeptiert zu werden. Eine Welt, in der die Liebe zwischen Frau und Mann eine Feier ist, kein nervenaufreibender Kleinkrieg mit einigen himmelsjauchzenden Friedenszeiten als Unterbrechung.

 

Diese Welt kommt nicht von allein auf uns zu. Sie ist ein Geschenk, dass wir uns selbst schenken müssen. Sie entsteht nur, wenn wir bei uns selbst anfangen, in jeden Winkel unserer Unsicherheit und Ängste zu leuchten. Niemand kann uns das abnehmen. Egal, wie sehr er uns liebt. Egal, wie sehr sie uns helfen möchte. Diese Arbeit müssen wir allein tun. Mit uns selbst. 

 

Diese Welt entsteht dann, wenn wir die Frau und den Mann in unserem eigenen Inneren aus ihren Verbannungsorten befreit haben. Wenn sich die beiden Kräfte in uns die Hände schütteln können. Gleichberechtigt. Wenn in unserem Inneren Verstand und Herz gemeinsam tanzen. Wenn wir zu unserer eigenen Größe, Kraft und Einmaligkeit erwachen. Wenn wir uns selbst als ein Geschenk betrachten. Für uns selbst und für jeden, dessen Leben wir berühren. Wenn wir uns selbst lieben. Wirklich lieben. Ohne irgendeinen Abstrich. Ohne irgendein Aber. Ohne irgendeine Ausflucht. Wenn wir entdecken, was für ein wunderbares, vollkommenes Wesen wir sind.

 

Dann - genau dann, können wir auch dem Mann und der Frau dort draußen begegnen. Dann ist der Mensch vor uns nicht mehr dafür da, unsere eigene Bedürftigkeit zu überdecken, jahrelange Löcher zu stopfen und uns ein kurzes Gefühl der Zufriedenheit zu schenken. Dann müssen wir niemanden mehr benutzen, um uns ganz zu fühlen und glücklich. Dann sind wir es bereits. 

 

Das ist der Moment, in der die Liebe wirklich blühen kann. Das ist der Augenblick, an dem wir den Anderen wirklich sehen und wahrnehmen können. Das ist der Beginn dessen, wovon wir immer geträumt haben. 

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