Das Ende der Herrschaft

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Wissenschaft als Selbstzweck, Technik als Allheilmittel - beide Dogmen geraten jetzt ins Wanken, weil die negativen Auswirkungen dieses Handelns offensichtlich werden. So offensichtlich, dass es unsere Lebensgrundlage in Frage stellt. 

 

Aus einem Götterglauben an die Unbegrenztheit menschlicher Denkmöglichkeiten wird Demut. Und das Verstehen, dass wir den falschen Gott auf den Thron gesetzt haben. 

 

Das geht jedoch nicht ohne Widerstand ab. Zuviele glauben zuviel zu verlieren zu haben, wenn sich die Auffassungen wandeln. Sie halten daran fest, dass sämtliche Probleme dieser Welt nur mit Hilfe technischer und wissenschaftlicher Mittel gelöst werden können. So, wie wir es auch im Moment erleben.

 

Im Zuge der Corona-Geschichte wird Wissenschaft zur einzig glaubwürdigen Quelle und gleichzeitig zum einzigen Heilmittel hochstilisiert. Technische Ideen sollen lösen, was wir durch unsere Durchbrechung aller Grenzen überhaupt erst selbst heraufbeschworen haben. Die Digitalisierung und genetische Veränderung sind die Retter, laut der großzügig und flächendecken propagierten Thesen.

 

Dieses Spiel haben wir schon oft gespielt. Jedesmal war es eine Farce, die mehr Nebenwirkungen und negative Folgen nach sich zog als es Vorteile aufweisen konnte. Doch es ist auch eine Farce, an der sehr Viele sehr, sehr gut verdienen.

 

Die Mär von einer unabhängigen Wissenschaft, vom unbeleckten und über alle Zweifel erhabenen Forscher, der objektiv beobachtet, ist falsch. Wissenschaft ist Erfüllungsgehilfe wirtschaftlicher Interessen. Und zwar schon sehr, sehr lange. Technik handelt nicht im Dienste des Menschen oder des Lebens sondern im Dienste des am schnellsten zu verdienenden Geldes. 

 

Alle diese Zusammenhänge werden in dieser Zeit offensichtlich. Zu offensichtlich. Auch hier lässt sich nichts mehr verstecken oder schön reden. Wissenschaft und Technik, beide sind weit über ihre eigentlichen Ziele hinausgeschossen und haben sich zu Göttern über die Menschen erhoben. Sie dienen nicht mehr, sie herrschen. Allmächtig. Und genau dagegen regt sich heftiger Widerstand.

 

Beide können wunderbare Werkzeuge sein. Die Betonung liegt auf Werkzeuge, doch sie sind nicht die Herren im Ring. Sie sind Diener. Sie sollen dem Menschen dienen. Doch im Augenblick dient der Mensch ihnen. Bedingungslos und willenlos. Geblendet von immer neuen Versprechungen auf künftige Paradiese. Doch auch dieses Blenden verliert jetzt seine Strahlkraft. Die Versprechungen ziehen nicht mehr. Zuviele sind mittlerweile geschädigt von der schönen neuen Welt. Zuviele sehen, wohin sie die Reise führt.

 

Es ist ein Aufstand im Gange. Er wird einer der Schwierigsten von allen. Denn unser ganzes Leben ist von den "Errungenschaften" aus Wissenschaft und Technik so grundlegend durchdrungen worden, dass es an vielen Stellen fast unmöglich scheint, die Verbindungen zu kappen. Doch, es bleibt uns keine andere Möglichkeit offen. Und das wissen wir auch.

 

Der Weg wird steinig. Er ist durchdrungen von immer neuen Entscheidungen. Wir müssen das Zepter in die Hand nehmen. Wirklich in die Hand nehmen. Wir müssen abwägen. Bei jedem einzelnen Einsatz irgendeines Hilfsmittels aus Wissenschaft oder Technik. Wir müssen uns ein komplettes Bild aller möglicher Folgen verschaffen und erst dann Handeln. Und vor allen Dingen müssen wir uns befreien aus dem Irrglauben, dass wir nur mit den Hilfsmitteln aus Wissenschaft und Technik ein gutes Leben führen könnne.

 

Alles, was uns Wissenschaft und Technik bieten können, sind letztlich nichts weiter als Kopien unserer eigenen inneren Fähigkeiten. Doch das ist ein Bereich, in den wir uns bisher nur ansatzweise vorgewagt haben. Am Ende werden wir weder Wissenschaft noch Technik brauchen. Wir werden erkennen, das alles in uns steckt. Und wir aus uns heraus alles erschaffen können, was wir wirklich benötigen. Und zwar ohne jegliche Nebenwirkungen, giftige Rückstände oder gesundheitliche Folgen.

 

Was also vor uns liegt, ist nicht weniger, als ein kompletter Bewußtseinswandel und eine vollständige Umorientierung. Weg vom Werkzeug im Außen, hin zu den Schätzen in uns. Weg von der unglaublichen Komplexheit und Verwicklung äußerer Systeme, hin zu bestechender Einfachheit und Verständlichkeit unserer inneren Welt. Weg von Hilfsmitteln, hin zur Quelle. Zur Quelle in uns selbst.

 

 

 

 

 

 

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