Ich glaube,

 diese Welt müsste groß genug,

 weit genug,

 reich genug

 für uns alle sein.

 ......

Udo Jürgens

                © Rainer Sturm / pixelio.de            © Gabi Schoenemann / pixelio.de               © Dieter Schütz / pixelio.de

Wir haben unsere Welt eingeteilt. Passend zum Glaubensbild, das Hierarchien entstehen lässt, sind auch hier herrschende und unterlegene Völker zu finden. Herrschende und unterlegene Kulturen. Gewinner und Verlierer. Menschen und Ethnien, die uns nahe stehen und diejenigen, die uns so fremd sind, dass wir sie verurteilen. Sichtbar oder hinter vorgehaltener Hand. Da sind die Freunde und die Feinde. Alles ist fein sortiert. Und zwar gerade so, wie es uns passt. Da gibt es keine Regeln, außer denen, die wir gerade für richtig halten. Wir sagen, wer dazu gehört und wer nicht. Zur Familie. Zum Stamm. Zur Ethnie. Zur Kultur. Zum Volk. Zum Staat. Zum Land.

 

Dazwischen werden Grenzen gezogen. Zwischen uns und denen. Mauern gebaut. Stacheldrahtzäune errichtet. Jeder, der an einem anderen Platz leben möchte, als an dem, an dem er geboren wurde, muss sich erklären, Anträge ausfüllen und wird doch allzu oft an der Tür abgewiesen. Denn wir sind argwöhnisch darauf bedacht, nur nicht zuviel abgeben zu müssen von unserem Stück des Kuchens.

 

Wenn es sein muss ziehen wir für die Erhaltung unserer Überlegenheit auch freudig in den Krieg. Dafür töten wir auch. Ob mit Waffen, Worten oder tagtäglichen Handlungen, die ebenfalls Rassismus zeigen, spielt dabei gar keine so große Rolle. Man kann Menschen auf sehr vielen Wegen die Seele rauben, die Würde nehmen und das Selbstbewußtsein zertrampeln. Man kann ihnen auf vielen Wegen das Recht auf Leben absprechen. Und auch das haben wir in unserer patriarchalen Geschichte ständig getan. Bis zum heutigen Zeitpunkt. Tag für Tag. An fast jedem Ort dieser Erde.

 

Das wir am Ende alle Eins sind; das wir nicht nur ähnlich sind und die Begriffe Bruder und Schwester weitaus mehr als nur ein Schlagwort sein könnten, das übersehen wir geflissentlich.

 

Das ist ungefähr so, als wollte unser Herz leugnen, dass die Leber zum gleichen Körper gehört. Als würde dieses Herz glauben, allein viel besser überleben zu können. Es ist nicht anders, als würde dieses Herz eine Armee gegen die Leber schicken, um mehr Raum im Körper einnehmen zu können. Was geschieht am Ende? Nun, ohne Leber sterben wir.

 

Und so wird es uns auch auf dieser Erde gehen, wenn wir nicht den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu gehen bereit sind. 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: M.E. / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de
Foto: angieconscious / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Harald Böttcher
Foto: jutta rotter / pixelio.de
Foto: Peter Habender / pixelio.de
Foto: Peter Habereder / pixelio.de
Foto: Luise / pixelio.de
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Erdenhimmel