Wer sind wir wirklich?

                    © SarahC. / pixelio.de                      © S. Hofschlaeger / pixelio.de                 © Philipp Wiebe / pixelio.de

Stück für Stück zerschlagen sich die alten Orientierungspunkte, mit denen wir unser Wesen bisher zu greifen versucht haben. Die Definitionen der Gesellschaft, die Definitionen unserer Vorbilder - sie alle greifen zu kurz oder verdrehen für unser Gefühl komplett das, worum es wirklich geht. Wir spüren die Diskrepanzen. Jede Form von Lüge wird offensichtlich. 

 

Doch was ist die Wirklichkeit? Wer sind wir als Menschheit? Sind wir nur ein Haufen von Eindringlingen und Schmarotzern, die diese Erde und alles Lebendige zerstören? Sind wir unfähig dazu, wirklich in Harmonie und Balance mit unserer Umgebung zu leben? Sind wir bloße Parasiten, die alles vernichten, was wirklich lebenswert und schön ist? Nur weil wir unsere Gelüste nach Macht und Sieg nicht im Zaum halten können? Sind wir Monster? Oder ist da noch etwas ganz Anderes?

 

Wir suchen Antworten in alten Mythen. Wir suchen Antworten in Reglionen und Glaubensrichtungen. Wir suchen Antworten in Büchern und bei weisen Lehrern. 

 

Das neue Wissen, die neuen Ideen, die neuen Ahnungen. Sie alle sind schon da. Seit vielen Jahren sickern sie in Bücher, Seminare, Auffassungen und Denksysteme hinein. Tröpfelnd, aber stetig. 

 

Wir hatten in unserer Geschichte immer wieder Menschen, die uns einen Weg gezeigt haben zu einem Selbstbild, dass bisher jedoch viel zu positiv und strahlend war, als das wir es auch nur annäherend hätten akzeptieren können. 

 

Doch wir sind mehr, als wir jemals glaubten, sein zu können. Da ist mehr. Doch im Augenblick können wir es noch nicht glauben. Wir liebäugeln damit und fallen wieder zurück in alte, liebgewordene, bekannte und bequeme Muster. Wir lehnen uns mal an die Werte des Matriarchats und vergöttern die gute Zeit des Stammeslebens und der Naturverbundenheit oder wir versuchen mit noch mehr Power der patriarchalen Welt neuen Glanz zu verleihen. Gegen den Widerstand derer, die schon an einem anderen Punkt sind.

 

Beides sind nicht die Antworten. Beides sind nur Puzzlestücke und Teile des Ganzen. Wir sind sehr viel mehr. Doch Jugend ist die Zeit der Suche. Erst am Ende kommt das wirkliche Finden. Bis dahin taumeln wir und stolpern. Wir springen und zucken zurück vor den Hindernissen. Wir verzweifeln und schöpfen neue Hoffnung. Es ist ein ständiges Wechselbad der Gefühle. Ein stetiges neu Ausrichten, Einstellen und permanentes Hinterfragen. 

 

Die Antworten finden wir nur in uns selbst. Im Laufe des Prozesses schütteln wir die Ausrichtung auf äußere Instanzen ab und formulieren diese Antworten. Wir finden ein Selbstbild, dass mit unserem Inneren übereinstimmt. Keine Haken und Ösen mehr, keine Rebereien, keine Auseinandersetzungen mit fremden Idealen. 

 

Wir finden Frieden. Mit dem, wer wir sind. So, wie wir sind. 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: M.E. / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de
Foto: angieconscious / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Harald Böttcher
Foto: jutta rotter / pixelio.de
Foto: Peter Habender / pixelio.de
Foto: Peter Habereder / pixelio.de
Foto: Luise / pixelio.de
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Erdenhimmel