Innerlich sicher - zueinander

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Nirgendwo sonst sind wir so verletzlich und sichtbar wie in der Sexualität. Nirgendwo sonst wird unsere Unsicherheit so deutlich, wie in unserem Verhältnis zum eigenen Körper und unseren tiefsten Gefühlen. Nirgendwo sonst sind auch die Spuren vergangener Verletzungen so verheerend wie hier und nirgendwo sonst dauert es länger, sie zu heilen.

 

All das geschieht in der Zeit der Jugend. Es ist nicht nur die Zeit der Selbstfindung, es ist auch die Zeit der Heilung. Es ist die Zeit der Auseinandersetzung mit allem, was uns im Laufe unserer Geschichte verletzt hat. Mit allen Formen und Systemen, die uns verletzt haben. Es ist Aufarbeitung der Vergangenheit. Hinterfragen sämtlicher bisherigen Handlungsweisen und Ereignisse. 

 

Nichts bleibt davon ausgenommen. Ob es nur die Zeit der Hexenverfolgungen und brennenden Scheiterhäufen ist, die Prostitution, die endlosen Exzesse des Körperkultes, die Machtspiele mit der Kraft des Geschlechtes, Vergewaltigung oder Unterdrückung in jeder Form. Alles, was aufgrund der Zugehörigkeit zur weiblichen oder männlichen Seite des Menschheit zu Bewertung, Einsortierung und Beurteilung geführt hat, wird jetzt genau betrachtet. Es möchte gesehen werden. Gesehen, gefühlt und sichtbar gemacht. 

 

Es ist ein Prozess von unglaublicher Sprengkraft und tiefsten Schmerz. Ein Prozess, in dem wir uns selbst nur zu oft lieber wegdrehen würden, als nur einen Schritt weitergehen. Weil es so unerträglich ist, was wir uns gegenseitig angetan haben. Nur, weil wir Frau oder Mann sind.

 

Doch dieser Prozess ist nötig. Das Sichtbarwerden ist nötig. Nur so kann Heilung geschehen. und nur so können wir Frieden mit unserem eigenen Körper und unserem Geschlecht finden. Erst dann ist es überhaupt möglich, miteinander zu tanzen. Auch im Tanz der Sexualität. Auch im wundervollen Tanz der Körper. 

 

Erst dann wird aus den Kämpfen im Bett, dem Ringen um den schnellten Orgasmus und die größte Libido eine Art von Sexualität, die wirklich Licht erzeugt und keinen schalen Beigeschmack oder gar Würgereiz. Erst dann können wir beginnen, zu leuchten. 

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