Materie wird zu Energie

© page4 - Bilddatenbank

Verschmelzen. Meine Körperzellen pulsieren, werden zu reiner Energie. Sie tanzen, berühren sich mit den Zellen, die einmal der Mann in mir waren. Wir werden zu einem Ganzen. In dem sich alle unsere Zellen verbinden. Eine nach der anderen. Langsam, ganz langsam, ganz bewußt. Es gibt nicht nur einen Orgasmus. Es gibt viele. Viele, viele, viele. Jedes Verschmelzen ist intensiver, als das davor.

 

Explosionen in meinem Kopf. Bis auch dieser Kopf nur noch pulsiert. Alles, was ich bin, ist Licht. Alles, was du bist, ist Licht. Alles was wir sind, ist Licht. Wir sind nicht mehr getrennt von irgend etwas in diesem Universum. Wir sind nicht nur ineinander verschmolzen. Wir sind Eins mit der gesamten Welt. Alles Trennungen waren nur Illusionen. Das ist die Welt, wie sie wirklich ist. Pures Licht. 

 

Ich fließe in einem Ozean, ich bin dieser Ozean. Ich fliege über den Himmel. Ich bin der Vogel und der Himmel. Ich fühle deine Haut und ich bin deine Haut. Ich spüre dich tief in mir und ich bin der Lingam, den ich umfangen halte. Ich bin reines Fühlen und Tasten und Schmecken. Ich bin meine Sinne. Ich bin die Sterne, die durch das All gleiten und ich bin die Betrachterin, die voller Staunen in dieser Welt der Wunder schwebt. 

 

Ich bin Licht und ich bin Körper. Alles ist gleichzeitig da. Es ist ein Auflösen und ein mich selbst so klar fühlen, wie niemals zuvor. 

 

Langsamkeit, Bewußtheit. So, wie ein Baum wächst. So, wie ein Samenkorn zur Blume wird. So, wie sich eine Blüte öffnet, so ist Sexualität für mich. Alle Zeit der Welt. Jeden Moment bis zur Neige auskosten. Den Nektar trinken. Ganz und gar. Es gibt kein Ziel und gleichzeitig geht alles dorthin. Weil alle Wege dorthin führen. Ich brauche überhaupt keine Sorge zu haben, nicht anzukommen. Ich kenne keine Sorge mehr und keine Angst. Alles das liegt hinter mir. Ich bin jetzt hier. In den Armen des Mannes, mit dem ich langsam verschmelze. Mit den Augen, mit der Berührung unserer Hände, mit dem Wiedererkennen unserer Chakren. Langsam ganz langsam beginnen wir zu tanzen. Uns zu erinnern. Langsam, ganz langsam. 

 

.....

 

In dieser Welt von Sexualität und Körperlichkeit ist die Welt von Scham, Angst und Verstecken ein Mythos. Sie ist Vergangenheit. Nichts davon spielt hier noch eine Rolle. Zeigen und gesehen werden geschehen in Leichtigkeit und Freiheit. Es gibt nichts mehr am eigenen Körper, das schlecht wäre. Nichts, was nicht gesehen werden dürfte. Nichts, was uns kleiner macht, als wir wirklich sind.

 

Nein, in dieser Welt begegnen sich zwei vollkommene Seelen und tanzen miteinander. In all' ihrer Schönheit.

 

 

 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: M.E. / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de
Foto: angieconscious / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Harald Böttcher
Foto: jutta rotter / pixelio.de
Foto: Peter Habender / pixelio.de
Foto: Peter Habereder / pixelio.de
Foto: Luise / pixelio.de
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Erdenhimmel