Flügge werden. Flügel ausbreiten.  Fliegen.

Im Rausch der eigenen Kraft.

Im Rausch der eigenen Fähigkeiten.

Die Welt wird formbar.

Und wir werden ihr Schöpfer.

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Im Menschenleben bedeutet der Schritt von der Mutter- zur Vaterzeit, das behütete Nest zu verlassen und unsere Kräfte in der größeren Welt zu erproben. Es bedeutet flügge zu werden und uns frischen Wind um die Nase wehen zu lassen. Es bedeutet auch neue Beziehungen einzugehen. Andere Vorbilder zu finden. Den Horizont komplett zu erweitern.

 

Unser Vater fordert uns. Er erweitert und/oder sprengt unsere bisherigen Grenzen. Er verändert unser bisheriges Bild von uns selbst. Er nimmt uns mit in die Welt und unterstützt uns darin, eigene Ideen zu entwickeln und auf unsere Fähigkeiten zu vertrauen. Er stärkt unseren Glauben an uns. Jetzt werden körperliche Kräfte wichtig. Jetzt wird der Verstand wichtig. Männliche Charaktereigenschaften werden zum Maßstab. Fokussierung, Zielstrebigkeit und die Veränderung unserer Umgebung mit Händen und Intellekt werden zum Maßstab. Weibliche Balance, Gefühle, Tiefe und das Verständnis größere Zusammenhänge aus dem Herzen heraus,  treten in den Hintergrund. 

 

Es ist eine wichtige Zeit. Es braucht die Vater-Zeit, um all unserer Fähigkeiten und Schätze bewußt zu werden. Denn wir alle haben die Eigenschaften von beiden Geschlechtern in uns. 

 

Doch, diese Periode birgt auch ihre Probleme. Zuerst einmal braucht es einen Vater, der uns wirklich laufen lassen kann. Einen Vater, der uns leitet und führt, um in uns unsere eigenen Kräfte wach werden zu lassen, nicht um uns zu einer Kopie von sich selbst zu machen. Die meisten Väter, die wir heute kennen und erleben, sind kaum in der Lage, das wirklich zu tun.

 

An irgendeiner Stelle setzt die Angst ein, das wir sie in ihrer Art zu leben und ihrem Wesen zu sehr in Frage stellen. So sehr, das sie sich selbst neu betrachten müssten. So sehr, das sie den Thron verlieren, auf dem sie sitzen. Damit das nicht geschieht, damit die Risse im System nicht entdeckt werden, setzen Väter Schranken. Rigoros oder subtil. Ihre Angst wird ein Umfeld erschaffen, aus dem wir uns befreien müssen, wollen wir wirklich weiter wachsen.

 

Es ist eine feine Linie, eine echte Gratwanderung für unsere eigene Entwiclung. Denn in unserem kindlichen Experimentierüberschwang können wir nicht immer absehen, was wir da kreieren. Welchen Geist wir aus der Flasche lassen.

 

Es könnte sein, dass wir uns in der Vater-Zeit verlieren. Dass wir uns an unseren körperlichen und geistigen Kräften berauschen wie auf einem Drogentrip. Enthusiastisch, überschwenglich, kurzssichtig und einseitig. Ohne Rücksicht auf alles, was uns umgibt. 

 

Dann ist der Moment gekommen, wahrzunehmen, das wir samt unserer wundervollen Fähigkeiten in ein größeres Ganzes eingebettet sind. Grenzenlosigkeit führt nicht unbedingt dorthin, wohin wir wollen. "Größer, höher, weiter" ist nicht das ultimative Ziel aller Entwicklung. Jetzt kommt die Einladung zum nächsten Schritt. Das finden der eigenen Balance und dabei ein Auschlag in beide Extreme. Hin und her. Bis wir uns selbst neu gefunden und definiert haben. Dafür steht die Jugend

 

 

 

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