Ich wollte nie mit Gott sprechen. Ob in Büchern oder im wirklichen Leben. Ob in Kirchen, im Gebet oder über Mittelsmänner. Gott war für mich ein alter, rachsüchtiger, unberechenbarer Mann, der seinem Zorn, seiner Wut und seinen eigenen Fehlern nicht ins Gesicht blicken kann. Mit diesem Wesen wollte ich nichts zu tun haben.

 

Bis zu diesen Büchern. Sie sind mir gefolgt. Dreimal hintereinander. In Neuseeland. An verschiedenen Orten tauchten sie auf und hatten begeisterte Leser, die unbedingt mit mir teilen wollten, was sie so daran fesselte. Allein habe ich diese Bücher nicht angefasst. Es brauchte einen sehr standhaften Vorleser, der mich mit wenigen Sätzen elektrisieren konnte. Am Tag darauf kaufte ich alle drei Bücher und hatte sie in wenigen Tagen ausgelesen.

 

"Gespräche mit Gott" ist ein Dialog. Mit dem Gott in unserem Inneren. Die Botschaften sind so klar, so wenig gefiltert und verfärbt, wie ich es niemals sonst irgendwo gehört habe. Sie haben mich zutiefst berührt, meine Welt zusammengeführt, als vielen Puzzleteilen ein Ganzes geschaffen und meinem Leben einen vollkommen logischen Sinn gegeben. Der Gott, den ich dort getroffen habe, ist die Liebe, die in meiner Seele immer wach war und auf den richtigen Moment gewartet hat. Er ist Freiheit, Unabhängigkeit und das größte, schönste Gefühl, das ich in mir aufsteigen lassen kann. Alles ist an seinen Platz gerückt. Ohne irgendein Dogma, ohne irgendeinen Zwang, ihne Forderungen, ohne Erwartungen. Es fühlt sich einfach richtig an. Mit allem Hinterfragen. Mit allem Prüfen. Mit allem Erproben. 

 

Bis heute sind die Bücher für mich die Grundlage meiner Arbeit. Das Samenkorn, aus dem mein Glauben und mein Leben voll erblühen konnte.