Von Außen nach Innen

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Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir unsere Götter im Außen gesucht. Und in der Jugend versuchen wir das am Beginn ebenfalls, weil wir keinen anderen Platz kennen, an dem wir nachschauen können. Wir durchforsten die verschiedenen Religionen, halten uns mal hier und mal da fest, müssen aber bei genauerer Prüfung immer wieder feststellen, dass sie nicht stimmig sind. 

 

Wir gehen zurück zu den Werten, die wir aus der matriarchalen Zeit kennen - dem Glauben an die Natur und die Unterordnung unter ihre Regeln und Gesetze, doch dann meldet sich wieder dieser Hunger nach Selbstgestaltung. Es ist nicht mehr möglich, in die einmal durchlebte Haut zurückzuschlüpfen. Wir fühlen uns dort auf Dauer nicht wohl. 

 

Gleiches gilt für diesen Glauben an die Unbegrenztheit menschlicher Schöpferkraft. Die Wolkenkratzer sind in den Himmel gebaut, die technischen Möglichkeiten sind bis an den Rand des Erträglichen ausgekostet, aber sie bieten keine Antworten, die unsere Seele nähren würden. 

 

Nichts für sich fühlt sich richtig an. 

 

Was die Suche schwieriger macht, ist die Tatsache, dass die bestehenden Systeme sich erhalten wollen. Festhalten an der Macht und Größe, die sie bisher innehatten. Ihre Vertreter versuchen uns mit allen Mitteln davon zu überzeugen, dass sie Recht haben. Doch wir sind nicht mehr so leicht zu täuschen und zu steuern. Wir ahnen, dass dieser Weg in den Abgrund führt, nicht aus ihm heraus. Doch der Kampf, der an dieser Stelle zwischen Alt und Neu entbrennt, kann teilweise verheerend und äußerst zerstörerisch werden und in jeden Winkel des Planeten reichen. So, wie wir es im Moment auch gerade erleben. 

 

Das Infragestellen des Bisherigen wird dadurch nicht leichter. Aber es ist notwendig, weil niemand von den bisherigen Vertretern der Führungsspitze Antworten hat, die wir wirklich für den nächsten Schritt unserer Entwicklung brauchen. 

 

Es gibt nur eine Möglichkeit. Wir müssen uns als Menschheit neu erfinden. Die Erfahrungen der Vergangenheit, unsere bisherigen Schritte im Glauben waren wichtig, doch jetzt ist ein neuer Horizont dran. Ein Horizont, in dem wir uns weder auf Götter noch auf menschliche Allmacht berufen. Ein Horizont, in dem wir in Balance kommen mit der Welt und uns selbst. Ein Glauben, der Ausgewogenheit zwischen den Kräften herstellt.

 

Ein Glauben, der aus uns selbst, aus unserem Inneren geboren wird und mit unseren eigenen wahrhaftigen Überzeugungen übereinstimmt. Ein Glauben, bei dem unsere Seele weit und licht wird und fliegen kann. Nichts, was uns einengt. Nichts, was uns Vorschriften macht. Nichts, was uns bevormunden möchte. Ein Glauben der Selbstbestimmung und Selbstverantwortung, das steht jetzt an. Ein Glauben, der uns ermächtigt und uns gleichzeitig bewußt macht, welche Folgen unser Handeln hat. 

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