Ich bin nicht du

17. Januar 2017

Ich bin nicht du,

ich bin nicht das, was du von mir denkst.

Du siehst nur ein Bild,

soviel kleiner und enger als ich jemals sein könnte.

Du siehst dich in mir,

wie in einem Spiegelbild.

Ein klares Bild von dir.

 

Schau dich an!

Was du von mir denkst, denkst du von dir.

Was du an mir verurteilst, verurteilst du an dir.

Was du an mir nicht magst, magst du an dir selbst nicht.

Was du an mir liebst, das bist auch du,

auch wenn,

du es noch nicht wagst so zu sein.

 

Schau dich an! 

Schau dich genau an!

Und lausche deinem Herzen.

Lausche allem, was aufsteigt.

Wende dich nicht ab, nur weil es unbequem wird.

Du kannst nicht vor dir selbst davonlaufen.

Du wirst dir immer wieder begegnen,

egal wie weit du fliehst.

 

Ich bin nicht du.

Ich bin nicht hier, um dir zu gefallen.

Ich bin nicht hier,

um deinen Vorstellungen zu entsprechen.

Ich bin nicht hier, 

um das zu tun, was du erwartest.

Ich bin nicht hier, 

um eine Kopie deiner Wünsche zu sein.

Ich bin nicht hier,

um dir nach dem Mund zu reden. 

Ich bin nicht hier,

um deinen Glauben über die Welt zu zementieren.

 

Ich bin hier,

um ich selbst zu sein.

Nur, ich selbst.

So, wie ich immer sein wollte.

So, wie es in mir fließt und sprudelt.

So, wie es in mir lacht und weint.

So, wie es in mir strahlt und leuchtet.

So, wie ich bin.

Jetzt. Genau jetzt.

Ganz rein.

Ganz pur.

Ich.

 

Ich habe meinen eigenen Glauben.

Meinen eigenen Blick auf die Welt

und auf das Leben.

Ich liebe, so, wie nur ich es kann.

Ich kann dich inspirieren, so, wie du mich.

Dann finden wir beide ein Stück mehr zu uns zurück. 

Göttliches Funkensprühen.

So ist Begegnung gemeint.

So beschenken wir uns.

So sind wir Liebende füreinander.

Gefährten. Freunde. Helfer.

Hörst du, geliebte Seele?

Lauschst du dem Klang?

Erinnerst du dich?