Aushalten und Belohnung

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"Ich arbeite, um Geld zu verdienen. Um zu überleben.

Sonst würde ich so einen Job sicher nicht machen."

 

Wie viele Menschen könnten diesen Satz unterschreiben? Wie viele Menschen betrachten arbeiten als eine reine Pflicht? Als Muss? Etwas, dem ich nicht entgehen kann, wenn ich leben möchte? Denn zum Leben braucht es Geld und ohne Arbeit ist das nicht zu haben. Viel zu oft ist unserer Welt Arbeit keine Freude, sondern pure Last. Viel zu oft ist sie weit entfernt von echter Selbstverwirklichung. Viel zu oft hat sie nichts damit zu tun, was den wirklichen Wünschen und Fähigkeiten eines Menschen entsprechen würde. Viel zu oft wird sie ausgehalten, weil es nicht anders zu gehen scheint.

 

Natürlich gibt es die Ausnahmen. Aber auch hier ist oft, bei näherer Betrachtungsweise nicht alles so golden, wie es am Beginn zu glänzen scheint. Denn da macht man zwar seinen Traumjob oder ist in die Selbstständigkeit hineingesprungen, die den eigenen Fähigkeiten entspricht, doch der Arbeitsalltag gleicht einem Hindernislauf ohne Zielgerade. Da sind an allen Ecken und Enden Zugeständnisse zu machen. Da werden die eigenen Werte verbogen, nur um irgendwie doch an Aufträge zu kommen. Da wird der Mund gehalten, wo er eigentlich weit aufgesperrt gehört. Da wird geschluckt, was der Chef gibt, nur um ihn bei Laune zu halten. Da werden Arbeitsbedingungen akzeptiert, die woanders nur als Sklaverei durchgehen würden. Und warum? Um Hypotheken abzuzahlen, Schulden zu bedienen, Essen zu kaufen. Oder einfacher gesagt, um zu überleben.

 

Doch es gibt auch einen Lichtblick am Horizont, einen Silberstreif am Himmel. Den Urlaub!

 

Bei der Reisplanung fangen die Augen an zu leuchten. Die Menschen werden lebendig. Diese wenigen Wochen im Jahr lassen sie alles ertragen. Alles, was nötig ist. Und diese Wochen müssen dann natürlich auch alles herausreißen, was man in den restlichen 11 Monaten an Leiden und Kompromissen hat hinnehmen müssen. 

 

Es ist unwürdig. Von Anfang bis zum Ende. Natürlich könnte man jetzt einwenden, dass es sich doch im Geschichtsverlauf schon sehr zum Guten gewendet hat. Hmmm.... Ja? Wirklich? Für wen? Und auf wessen Kosten? Haben wir die noch unmenschlicheren Bedingungen nicht einfach nur in die sogenannten Billiglohnländer oder auf die Schultern derjenigen abgewälzt, die noch schwächer und stimmloser sind, als wir?

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