Unsere Wahl erschafft die Welt

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Vor uns liegt eine endlose Palette an Möglichkeiten. Ein großer bunter Farbkasten, eine Truhe voller Noten, eine unüberschaubare Vielfalt an Instrumenten. Wir können aus dem Vollen schöpfen. Jede Nuance probieren. Alles testen und zusammenklingen lassen, was auch immer uns einfällt. Was auch immer unsere Seele sich in diese Moment wünscht zu sein. Was auch immer sie beschlossen hat, zu verkörpern. 

 

Sind wir jetzt ein Mensch, der Andere verletzt? Der Schmerzen zufügt oder tötet? Ein Mensch, der Macht ausüben möchte oder im Geld schwimmen? Der über Andere regiert und sie wie Puppen tanzen lässt? Sind wir ein Wesen, das von Angst regiert wird? Oder sind wir jemand der Andere unterstützt. Ihnen hilft? Sind wir Liebende oder leben wir im Hass? 

 

Jede Entscheidung formt eine Bühne, einen Rahmen für die Erfahrung, die dazu passt. So, wie wir vor unserer Geburt den Rahmen für unser Leben geformt haben. Wir sind der Bühnenbildner. Wir schreiben das Drehbuch. Und immer geht es um die gleiche Frage. Wer möchten wir in diesem Moment sein? Wen möchten wir verkörpern? Was möchten wir erfahren? Was für ein Gefühl wollen wir durchkosten?

 

Schurke, König, Hure, Bettler? Guru, Soldat, Diener, Politiker? Weise, Liebende, Engel, Freundin? Verstossene, Vergessene, im Mittelpunkt stehende, vom Scheinwerferlicht geblendete? Star, Sternchen oder Namenloser? Meisterin oder Schlafwandler? Es ist unsere Wahl. Es ist deine Wahl. 

 

Was also wählst du jetzt?

 

Eine Welt, die den Abgrund hinabrollt? Oder eine Welt, in der alle gut leben können? Eine Welt, die an Müllbergen erstickt? Eine Welt der Hungernden, Verdurstenden und Erstickenden oder eine Welt der Fülle für jedes Wesen? Für jede Pflanze, jedes Tier und jeden Menschen.

 

Wir haben uns diese Welt geschaffen. Sie ist ein Spiegel unseres Glaubens von uns selbst. Sie ist eine Kopie unserer Überzeugungen. Das, was im Augenblick um uns herum geschieht, ist das, was wir dort sehen wollten.  Wollen wir das auch in Zukunft sehen? Es liegt an uns. Die Entscheidung darüber liegt in uns. Nicht in unseren Taten, in der Antwort auf diese eine Frage. Wer möchten wir jetzt, in diesem Moment wirklich sein? 

 

Wenn dir die momentane Antwort in deinem Leben nicht zusagt, ändere sie. Wenn dir unsere Antwort als Menschheit nicht gefällt, trage mit deiner veränderten Überzeugung dazu bei, das sich auch sie ändern kann. Du bist ein Teil des Ganzen. Untrennbar verbunden. Was immer du denkst, wird auch die gesamte Harmonie verändern.  

 

Übernimm die Verantwortung. Es gibt niemanden anders, der das tun wird für dich. Es gibt niemanden anders, der diese Aufgabe übernehmen kann. Es gibt niemanden, dem du folgen kannst. Du bist derjenige, der entscheidet. Immer. Du kannst es bewußt, unbewußt, halbherzig, zögerlich, klar oder deutlich entscheiden. In jedem einzelnen Moment.

 

Denn du bist der Schöpfer deiner Wirklichkeit.

 

Es ist möglich, das zu leugnen. Es ist möglich, sich selbst als ohnmächtig, ausgeliefert und hilflos zu erleben. Fakt ist - genau das haben wir seit als Menschheit seit Jahrtausenden getan. Wir haben die Verantwortung für unsere Schöpfung in die Hände von Anderen gelegt und sind ihnen dann gefolgt. Das ist bequem. Es hat den Vorteil, das es immer jemanden gibt, auf den man einschlagen kann, weil das Ergebnis der Schöpfung einem nicht gefällt. Doch es macht uns auch innerlich abhängig und klein. Es lässt uns willenlos über das Meer treiben. 

 

Jetzt ist die Zeit da, das Ruder lebst in die Hand zu nehmen. Denn die Welt, die wir vor unseren Augen täglich klarer sehen, ist nicht die, die wir wirklich wollen können, wenn wir uns für das Leben entscheiden. Die Welt, die wir geschaffen haben, ist eine Welt der Angst. Der Angst vor dem Leben, der Angst vor dem Tod, der Angst vor Veränderung. Es ist eine Welt, in der wir aus Angst vor dem Tod beschlossen haben, Selbstmord zu begehen. Absurd, aber deutlich sichtbar. Es ist eine Welt, die uns als Menschheit mitten hinein in einen Abgrund führt. Es ist im Großen betrachtet eine Welt der Zerstörung, der Trennung, der Lieblosigkeit und der Ignoranz. 

 

Da liegt deine Verantwortung. Schau nicht mehr weg. Ignoriere nicht, was du für dich und wir kollektiv geschaffen haben. Denn es zu ingorieren und auf einen Wunder von außen zu warten, bedeutet, das du dich für die Ohnmacht entscheidest. Und damit wählst du den Selbstmord. 

 

Das ist nicht meine Wahl. Deshalb schreibe ich hier. Deshalb arbeite ich an so vielen Stellen daran mit, das wir uns alle unserer Verantwortung, unserer Kraft und unserer Möglichkeiten wieder bewußt werden und eine andere Welt gestalten. Eine Welt des Miteinanders, der Verbundenheit und der Liebe.

 

Ich wähle diese Welt. Ich wähle meinen Beitrag, sie zur Wirklichkeit werden zu lassen. Ich wähle die Verantwortung, sie zu verändern. Ich wähle es, zu leben, woran ich glaube. Ich wähle es, ein Licht zu sein. In jedem einzelnen Augenblick. 

 

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