Größe, Größenwahn & Zweifel

                   © Rainer Sturm / pixelio.de                      © CFalk / pixelio.de                         © Kurt Michel/ pixelio.de

Die Vater-Zeit ist am Beginn eine Zeit des Aufbruchs. Es ist ein Moment, in dem wir uns von den alten Beschränkungen der Natur oder unserer Mutter gelöst haben und nun mit vollen Segeln dem Horizont entgegeneilen, der unendlich scheint. Die Rahmengesetze der Natur spielen keine Rolle mehr. Wir haben das Gefühl, alles erreichen und selbst gestalten zu können. 

 

In diesen Momenten schwelgen wir in den Gefühlen von Macht und Größe. In dem Gefühl von "alles ist möglich". Jede neue Fertigkeit beschenkt uns mit diesem Gefühl aus Größe. Diesem Jubel in Bezug auf uns selbst und das, was wir zu erschaffen fähig sind.

 

Im Moment der Überschwenglichkeit gehören wir zu den Perfekten, Starken und Klugen, den Gewinnern unserer Zeit, voller überragender Gefühle. Glücksgefüllt und strahlend. Doch dieses Gefühl ist an unsere äußere Form gebunden. Nur an unsere äußere Form und unsere äußeren Werte. 

 

Das heißt, in dem Moment, wo unsere äußeren Leistungen und deren Form nicht mehr den allgemeinen Ansprüchen an Perfektion genügen, beginnt der Selbstzweifel. Das gilt auch für die scheinbaren Sieger Der Thron ist dann kein Platz zum Ausruhen mehr. Er ist ein Schleudersitz. 

 

Hinter unserer Welt aus Glanz und Gloria herrscht Angst. Angst, nicht mehr gut genug zu sein. Angst vor dem Versagen. Angst vor Anderen, die einen so sehen und bewerten, wie man wirklich ist. Angst vor dem eigenen Körper, dem Lauf der Natur, der Zeit. Angst vor Einsamkeit, Verlassenwerden und Angst vor dem Tod.

 

Und für alle diejenigen, die keine Perfektion in irgendeiner Art und Weise verkörpern bestimmt das Gefühl von Mangel, Unterlegenheit, Verlieren, Abgeschlagensein und Ausgeschlossenwerden ihre Welt.

 

In allem steckt die gleiche Überzeugung. So, wie wir gerade sind, sind wir nicht gut genug. Wir sind nicht liebenswert. Wie auch immer wir dieses Grundlebensgefühl zu übermalen versuchen, es wird nicht helfen. Wir müssen dieses Lebensgefühl verändern, um weiterzugehen. 

 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: M.E. / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de
Foto: angieconscious / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Harald Böttcher
Foto: jutta rotter / pixelio.de
Foto: Peter Habender / pixelio.de
Foto: Peter Habereder / pixelio.de
Foto: Luise / pixelio.de
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Erdenhimmel