Liebe in der Welt der Angst

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Als Kind kennen wir nur Liebe. Natürlich. Wir sind aus der Welt der Liebe gekommen. Liebe, die alles umfasst, nichts beurteilt, nichts weglässt. Wir lieben. Jeden. Alles. Ohne jede Ausnahme. 

 

Wir kennen das Gefühl nicht, irgend etwas verstecken oder zurückhalten zu müssen. Wir geben mit vollem Herzen. Immer. Wir sind mit vollem Herzen. Ganz.

 

Wir leben im Augenblick. Ohne jeden Plan. Ohne Morgen. Ohne Angst. Wir sind pur. Wenn da Wut kommt, dann sind wir Wut. Ganz und gar und vollkommen. Solange die Wut dauert. Dann ist es gut. Wenn da Tränen sind, dann sind sie ganz da. Wenn da Angst ist, dann sind wir vollkommene Angst, bis sie durchlebt ist. Wenn da Lust und Freude sind, dann sind wir Lust und Freude, wie ein funkelndes Feuerwerk. Wir machen uns keine Gedanken darum, wie das wohl wirken könnte. Was es in anderen auslöst. Das haben wir überhaupt nicht im Blick. Wir fühlen einfach. Wir sind einfach.

 

Für uns haben Gefühle keine Wertigkeiten. Kein "Label" und kein "besser oder schlechter". Alles ist willkommen. Alles ist spannend. Und alles ist eine Erfahrung, die so voll und ganz umarmt wird, so das es jede Zelle durchtränkt, bis es genug ist.

 

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Dieses Wunder, das wir sind, kommt in eine Welt, die Liebe unter Angst vergraben hat. Einer Welt, die gelernt hat, sich zu verstecken. Wir beobachten, wir lernen. Wir beginnen Unterschiede zu machen. Uns zurückzuhalten. Zu schweigen. Wir lernen, das einige Dinge nicht willkommen sind. Das einiges besser nicht getan werden sollte. Das einiges Gefühle nicht sein dürfen. Wir erleben erhobene Zeigerfinger. Wir hören "pfui".

 

Wir lernen, das Liebe hier Bedingungen kennt. Sie ist verknüpft mit unserem Verhalten. Mit unserem Sein. Sind wir "gut", werden wir geliebt, umarmt, liebkost, verwöhnt. Sind wir "schlecht", droht Liebesentzug.

 

Wir brauchen diese Liebe. Wir brauchen die Mutter. Wir brauchen den Schutz. Sei es in Form unserer menschlichen Mutter oder von den Göttinnen, der Natur oder den Wesen, die wir zur Mutter gemacht haben.

 

Das einzige, was uns übrig bleibt, ist schnellstmöglich verstehen zu lernen, wie wir sein müssen, um geliebt zu werden. Und uns anzupassen. Die Gefühle zu unterdrücken, die nicht sein dürfen. Die "falsch" sind. Sie in irgendeine Form zu bringen, die akzeptabel ist. Wir verbiegen unsere Gefühle. Es ist der einzige Weg. Denn sonst droht der emotionale Tod. 

 

 

 

 

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