Helden, Götter, Vaterfiguren

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"Papa kann alles." Wir kennen diesen Glauben aus unserer Kindheit. Papa ist unfehlbar, schützt uns mit seiner Stärke. Wir reisen auf seinen Schultern durch die Welt und fühlen uns sicher und geborgen, wenn er dabei ist und auf uns aufpasst. Er hilft uns bei unseren Schritten. Er feuert uns an. Er schafft die Rahmenbedingungen, in denen wir unsere Flügel ausbreiten und die ersten Flugversuche machen können. Er ist der Wind, der uns hochträgt.

 

In unserem Leben suchen wir uns immer wieder solche Vaterfiguren, die eine ähnliche Rolle spielen, wie der eigene Vater am Beginn unseres Lebens. Lehrer, Dozenten, Abteilungsleiter, Firmenchef's. Kommandeure, Politiker, Herrscher, Geliebte. Immer möchten wir wieder diese Energie von Unterstützung und wohlwollender, liebender Kräfteermutigung erleben. 

 

Immer wieder machen wir sie zu Helden, Guru's und unfehlbaren Idolen, denen wir mit allen Mitteln nachzueifern trachten. Einmal, um uns ihr Wohlwollen und ihrer Liebe zu versichern und zum Anderen, weil es das einzig greifbare Vorbild ist, nach dem wir uns ausrichten wollen.

 

Bis zu einem bestimmten Punkt ist das auch wirklich Wind unter unseren Flügeln. Es ist Ermutigung und Anfeuerung. Es kann uns zu unseren eigenen Grenzen führen und weit darüber hinauswachsen lassen. 

 

Doch die Ausrichtung an eine Vaterfigur - bedeutet auch, dass seine Grenzen unsere eigenen werden. Sein Denken wird von uns adaptiert. Seine Ansichten übernehmen wir. Es ist eine Anpassung, die hier geschieht, an ein Weltbild, das wir von ihm vorgelebt bekommen. Was im Laufe des Prozesses entsteht, ist auch eine innere Abhängigkeit von der Vaterfigur. 

 

Gehen wir nicht darüber hinaus, gehen wir nicht den nächsten Schritt in unserer Entwicklung bleiben wir im Glaubensbild und der Weltsicht eines Anderen gefangen. Wir leben nicht unser eigenes sondern kopieren seines. In jeder nur denkbaren Variante und Beziehung. 

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