Der Tanz der Extreme.

Im Lösen von Mutter und Vater.

Im Finden der eigenen Identität.

Im Weg zur Balance.

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Jugend. Die Zeit des Loslösens. Die Zeit, in der alles, was bisher existierte seinen Wert verliert. Die Zeit, in der wir eine neue Mitte finden müssen, unabhängig von Vater und Mutter. Unabhängig von dem, was bisher das Zentrum unseres Leben war.

 

Es ist eine wacklige Zeit, in der sich in jedem Augenblick alles verändert und in Frage steht. Es ist eine Zeit, in der wir ständig das Gefühl haben, über einem Abgrund zu hängen, auf einem dünnen Seil balancierend, mitten im stürmischem Wind. Es ist ein fragiler Abschnitt unseres Weges. Er steckt voller Möglichkeiten, aber auch voller Gefahren. Je nachdem, wie klar wir uns lösen können und das Neue umarmen, das noch nicht geboren ist. 

 

Die Tendenzen lassen uns von einer Seite zur anderen schwanken. Von dem Ausleben der männlichen Rigorosität in ihrer vollen, klaren Wucht bis hin zum Zurückkuscheln in den warmen Mutterschoß. Vom Extrem der Beherrschung der Natur bis zum vollständigen Ausrichten an ihr. Der dritte Weg ist die Rebellion. Alle diese Abschnitte sind nötig, um zu durchleben, was wir nicht mehr wirklich sind. Wie alte Häute, in die wir nicht mehr passen wollen. Sie sind nötig, um eine Balance in uns selbst zu finden, die unserem eigenen Wesen entspricht und keine Kopie von einem Anderen ist. Es ist eine Zeit der Abnabelung. Des Loslassens von allen alten Konzepten, Ideen, Göttern und Vorbildern. Es ist eine Zeit des Infrage Stellens von allem, was war. Es ist eine Zeit des Aufrichtens und Verantwortung übernehmens für uns selbst und unser Leben.

 

Diejenigen, die bisher der Mittelpunkt unseres Lebens waren, bekommen einen anderen Platz. Doch das ist ein Prozess, der Widerstand hervorruft. Wir kennen das von unseren Eltern. Wir wissen aus unserem Leben als Mensch, wie schwer es ist von den bisherigen Rollen als Vater und Mutter loszulassen. Wir wissen auch, das es nicht immer gelingt. 

 

So erleben wir es auch im größeren Maßstab. Wir haben es als Menschheit bereits durchlebt. Atlantis war dieses Zeitalter in unserer Geschichte, in dem wir zu tief in das männliche Extrem gegangen sind und auf seiner Grundlage die Welt umformen wollten. Auch heute haben wir die technischen Möglichkeiten dazu. Und wir sehen die Tendenzen deutlich mit den Wegen, die viele von uns als Lösung für Corona vorschlagen. Wir sehen aber auch, wieviele andere Ansätze es bereits gibt. Sie sind nicht in der offiziellen Medienlandschaft zu finden, doch sie blühen. Fast verborgen, aber stetig. Das Feld ist bereit.

 

Jetzt liegt es an uns, ob wir die Geschichte von Atlantis wiederholen wollen und noch einmal von vorn beginnen möchten mit unserem Weg. Oder ob wir bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen. Von der Jugend zum Erwachsen Sein. Von den Extremen zur neuen Balance. 

 

Jeder von uns muss diesen Prozess durchlaufen. In seinem eigenen Leben, im Zusammenhang mit seinem Platz in der Menschheit und auch im größeren Zusammenhang. Wir selbst sind der Schlüssel. Wie weit wir selbst gehen bestimmt, wie weit wir auch gemeinsam gehen können. Jeder von uns beeinflusst dabei das gesamte Feld. Jeder ist wichtig. Deshalb ist das nicht die Zeit des Abwartens. Es ist nicht die Zeit des Hoffens auf Hilfe von Außen. Vater und Mutter werden nicht mehr kommen. Wir sind diejenigen, die jetzt die Verantwortung übernehmen müssen. 

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