Pure Freude am Neuen,

Spielerisches Testen,

Lustvolles Erproben,

jauchzendes Erleben.

Die Welt hat keine Grenzen.

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Wir sind ein Kapitän auf einem Expeditionsschiff. Unterwegs in unbekannten Gewässern. Mittendrin in einer riesengroßen Abenteuerfahrt. Behütet von unserer Mutter. Gefordert und unterstützt von unserem Vater.

 

Alles ist neu. Alles ist unbekannt. Alles möchte erkundet werden. Unser niegelnagelneuer Körper. Unsere Umgebung. Die Menschen. Es ist pure Wonne. Jeder Augenblick ein Wunder. Wir tauchen ein. Mit Freudenlachen und Glucksen. Mit Hingabe und Selbstvergessenheit. Grenzen kennen wir nicht. Für uns ist alles unendlich. Für uns ist alles Eins. Der Mensch vor uns uns wir. Die "unsichtbaren" Wesen, die wir alles sehen können und wir. Die Natur und wir. Und genauso leben wir auch. Alles umarmend. Alles auskostend. Ohne morgen ohne gestern. Für uns ist jetzt. Immer. Für uns ist alles ein Teil von uns.

 

Doch unsere Umgebung tickt ganz anders als wir. Sie ist rätselhaft. Da gibt es Regeln. Da gibt es Grenzen. Da gibt es gut und schlecht. Da gibt es Lob und Tadel. Da gibt es Bewertungen und Zeit. Da gibt es sollen und müssen. Da gibt es Reaktionen, die wir nicht einordnen können. Weil diese Trennung in Ich und Du ein so neues Konstrukt ist. Da gibt es tatsächlich auch das blanke Gegenteil der Fülle und Einheit, die wir kennen. Es gibt Liebesentzug und Traurigkeit. Es gibt Einsamkeit und Dunkelheit. Es gibt eine Fülle vollkommen unbekannter Gefühle. Wut. Schmerz. Freude....

 

Es ist, als wären wir in eine völlig fremde, neue Wirklichkeit geplumpst. So, wie wenn wir in ein neues Land reisen, das uns vollkommen unbekannt ist. Wir möchten uns darin bewegen können. Denn wir sind ja mit einem Wunsch - einem Seelenplan - hierher gekommen. Um den zu verwirklichen müssen wir erst einmal verstehen, was hier vor sich geht. Wir müssen so schnell es geht lernen. Alles. Die Sprache, die Signale, die Regeln. Die Grenzen. Wir müssen lernen, wie wir sein sollen, damit wir akzeptiert werden. 

 

Jeder von uns folgt dabei seinem eigenen Weg. Wir alle haben verschiedene Wünsche, die uns an diesen Platz gebracht haben. Und wir haben uns die perfekten Umstände und Umgebungen geschaffen, die uns das ermöglichen. Die perfekten Eltern dafür, die perfekten Orte, die perfekte Zeit. 

 

Je mehr wir lernen, desto mehr passen wir uns an. Wir werden ein Teil dieser neuen Wirklichkeit und vergessen darüber Stück für Stück den Himmel aus dem wir kommen. Wir vergessen Schritt für Schritt ein bisschen mehr von dem, was wir eigentlich sind. Wir packen es beiseite, weit weg, in die hintersten Ecken unseres Bewußtseins. Nur ab und zu blitzt es auf. Zu sehr nimmt uns im Moment das Neue gefangen.

 

Und so ist es auch gedacht auf unserem Weg. Wir müssen erst vergessen, um dieses wundervolle Spiel namens Leben in all seinen Nuancen auskosten zu können. Wir müssen uns erst verlieren, um uns wiederfinden zu können. Es gehört zusammen, wie zwei Seiten einer Münze. Es ist Teil des Ganzen.

 

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Erdenhimmel