Zielstrebiger Aufbruch

Orientierung und Fokus

Blick zum Horizont

Spiel mit Muskeln und Verstand

Durchsetzen und Durchdringen

Erforschen und Erfassen

Vorwärts mit voller Kraft.

Leben am Limit.

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Atlantis war das Zeitalter in unserer Geschichte, in dem wir aufgebrochen sind. Aufgebrochen aus dem beschützen Schoßraum von Frau und Mutter. Hinein in die Welt von Entdeckung, Experiment und Abenteuer. Zu einem unbekannten Horizont. In Räume, die bis dahin vollkommen unbekannt waren. 

 

Jede unserer Gesellschaften spiegelt dieses Zeitalter. Diese Zeit des Neubeginns. Wir haben sie in Schüben erlebt. Jeder Schub, ein Schritt weiter aus dem Mutterschoß gelöst. Zuerst der Übergang von der Urzeit in die Imperien. Die Zeit von Helden und Göttern. Der Wandel des Glaubens. Das Vertrauen in die eigenen Kräfte, in den Verstand und die Schöpferkraft. Das Lösen von festgesteckten Grenzen der Natur. Weiter und weiter. Höher, schneller, intensiver. Die Renaissance, die Zeit der Entdeckungen, der ungebremsten Glaubens an die alles verändernden Fähigkeiten des Menschen. Die Blüte von Wissenschaft und Technik. Der Gedanke, dass wir die Natur verbessern können.

 

Es sind die Zeiten von unendlichem Wissensdurst, der gestillt werden möchte und es doch nie wird, weil die Wunder und Zusammenhänge des Lebens mit dem Verstand nur ansatzweise erfasst werden können. Es sind die Zeiten grenzenlosen Größenwahns, in dem die Wolkenkratzer zum Himmel emporsteigen und mit jedem Stein Macht und Stärke beweisen müssen. Es ist die Zeit von überbordender Geschwindigkeit. Die Zeit, in der ein sezierender Verstand und Muskelpakete mehr wert sind als alles Andere.

 

Es ist die Zeit, in der wir als Menschheit glauben, alles, was uns umgibt, formen, gestalten und unterordnen zu können. Es ist die Zeit, in der wir fest davon überzeugt sind, die Zügel des Lebens fest in der Hand zu halten und zu bestimmen, wohin die Reise geht. Es ist die Zeit von Hierarchien, Einteilungen und der Blüte von Besser und Schlechter. Die Zeit von Wettbewerb und Machtkampf, von Krieg und von Gewinnern und Verlierern. Schon mit der Erziehung und in der Schule. Eine Zeit, in der Wirtschaft, Politik und Leben der Herrschaft von Geld untergeordnet sind. Eine Zeit, die Arbeit nur als Mittel zum Zweck versteht, nicht als echte, ungezwungene Selbstverwirklichung. Es ist auch eine Zeit der Trennung zwischen Völkern, Ethnien und Kulturen. Eine Zeit, in der Verbundenheit oft nur Lippenbekenntnis, aber noch keine ernsthaft gelebte Wirklichkeit ist.

 

Es ist die Zeit, in der Natur zur ausbeutbaren Ressource und Menschen zu mechanisch darstellbaren Organismen reduziert werden. Ein Denken, dass sich besonders in der Medizin widerspiegelt und in unserem Umgang mit dem Tod oder Altern.

 

Es ist eine Zeit von unvorstellbarer Zielstrebigkeit, die alles sie umgebende ausblenden kann. Die Zeit von gebündelter Kraft, die neue Formen schafft und das Anlitz der Erde grundlegend verändert. Es ist die Zeit, in der sich der Mensch zur Krone der Schöpfung ernennt und sich die Welt untertan macht. 

 

Es kann gut sein, das wir als Gesellschaft in dieser Zeit auch über die Stränge schlagen und damit unsere Welt zerstören. Die Geschichte von Atlantis erinnert uns daran. Dort hat das Experimentieren mit den Kräften der Natur zur Katastrophe geführt. 

 

Es kann auch diesmal wieder geschehen. Wieder stehen wir am Scheideweg. Und es ist an uns, diesmal eine andere Richtung einzuschlagen.

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