Zusammenprall der Welten

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Wir sind wie ein Schwamm in diesen ersten Jahren unseres Lebens. Biegsam. Flexibel. Alle unsere Sinne sind auf Empfang gestellt. Die Menschen um uns herum; die Gesellschaft, in die wir uns hineingeboren haben; unsere Eltern - sie sind der Maßstab, an dem wir uns ausrichten und orientieren. Sie sind unser Kompass. Nach ihnen gestalten wir unser komplettes Weltbild. Sie setzen wir ins Zentrum unseres Universums.

 

So ist es als Mensch. So ist es als Menschheit. So haben wir es in Lemurien gemacht. Und so in der Zeit von Matriarchat und Naturverbundenheit. Alle Erklärungen unseres eigenen Wesens entspringen aus diesen Vorbildern. Wir passen uns ein in das System, das wir zu unserem Kompass gemacht haben. Wann immer sich etwas nicht stimmig anfühlt, dann suchen wir den Fehler bei uns. Nicht im System.

 

Das habe ich auch gemacht....

 

Am Anfang war es so klar. Ich bin Licht. Ich bin Leuchten. Ich spüre, wie ich hier auf diese Erde komme, um mich zu verschenken. Ich bin, wie eine Quelle aus Lachen, Freude und Liebe, die niemals, niemals, niemals versiegt. Eine Quelle, die jedes Herz berühren möchte. Jedes Eis schmelzen kann. Liebe für die ganze Welt. 

 

Doch - es war alles so schwer. Ich fühlte, das ich die Menschen nicht erreichen konnte. Sie waren wie ein verschlossenes Tor. Alle waren weit weg. Alle. Nicht erreichbar. Nur ganz selten, ganz, ganz selten, waren sie offen genug, damit meine Gesten, meine Augen, mein Herz ihres berühren konnte. Einen kurzen Augenblick lang. Bevor sie wieder verschwanden. Unfühlbar. Unerreichbar. 

 

Verzweiflung. Ich fühle die Leere um mich herum, wie ein schwarzes Tuch, das mich einhüllen will. Ich will sie füllen, aber ich kann es nicht. Da ist eine Mauer, eine Barriere, die ich nicht überwinden kann. Und ich schreie, schreie, schreie und schreie. 

 

Doch niemand versteht mich. Niemand. 

 

Warum? Warum versteht mich niemand? Warum kann ich niemanden erreichen? Was mache ich falsch?

 

Ein Kind in den Jahren der Mutter-Zeit hält nicht die Welt um sich herum für falsch. Es hinterfragt seine Umgebung nicht. Es sucht den Fehler immer in seinem eigenen Inneren. In seinem Wesen. In seiner Art zu sein. Etwas an ihm muss angepasst, adaptiert, verändert werden. Niemals die Anderen. Die Anderen sind richtig.

 

Doch hier beginnt der Konflikt. Denn wir kommen aus einer Welt von Licht und Liebe in eine Welt voller Menschen, die vergessen haben, woher sie kommen Wir kommen zu Menschen, die sich selbst nicht mehr wirklich kennen. Zu Menschen, die sich in Rollenbildern verloren haben. Zu Menschen, die das Leben Anderer leben. Menschen, die sich abhängig fühlen, ohnmächtig, ausgeliefert und allein. Wir kommen in eine Umgebung, die eine Welt der Angst erschaffen hat. 

 

Wir fühlen all das. Wir fühlen die Anderen in ihrem Anderssein. Wir fühlen uns. Schwarz trifft auf Weiß. Weiß auf Schwarz. Unvereinbare Gegensätze. Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Extrem an Zerissenheit. Anpassung. 

 

Das ist der einzige Weg. Und so ersetzen wir unser Selbstbild. Durch ein Bild, das die Welt von uns zeichnet. Durch das Bild, das sie sich von uns wünscht. Unsere eigene Erinnerung an unser Wesen wird ersetzt durch dieses verzerrte Ich, das uns unsere Eltern und unsere Umgebung vermittelt.  

 

Damit beginnt die Reise in die Dunkelheit. Die genauso faszinierend ist, wie die durch die Gefilde des Lichtes. Und unabdingbar für uns, um uns ganz zu erfahren.

 

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