Gott hat dein Gesicht

              © Raymond Mertin / pixelio.de                © Helene Souza / pixelio.de              © Torsten Bogdenand / pixelio.de

Wie viele Namen. Wie viele Bilder. Wie viele Vorstellungen. Wie viele Glaubensrichtungen. Wir haben uns unsere Götter immer selbst geschaffen. Sie waren und sind so groß oder klein, wie wir uns selbst empfunden haben. Sie sind ein Spiegelbild unseres Vorstellung von der Welt und unserem Platz darin.

 

Alle haben ihre Berechtigung. Alle haben ihren Sinn. Alle ihre Zeit. Keines ist besser oder vollständiger. Keines ist gewichtiger oder wertvoller. Sie alle erzählen nur etwas über uns. Es sind Erklärungsversuche in einem Leben, in dem wir uns verloren fühlten. Verlassen. Ausgeliefert. Ohnmächtig. Allein.

 

Wir haben unseren Schöpfer immer gesucht - außerhalb von uns. Doch was, wenn der Schöpfer niemals außerhalb von uns selbst existiert hat? Was, wenn wir an der falschen Stelle gesucht haben. Was, wenn er in uns allen lebt? In jedem von uns. Wenn wir ein Teil und gleichzeitig eine kleines Universum des Ganzen sind. Schöpfer und Geschöpfe?

 

Wir alle zusammen sind Gott. Alle Teile dieses Universums. Jedes Stück davon. Jeder Mensch. Jedes Tier. Jede Pflanze. Jedes Mineral. Jeder Wassertropfen. Die gesamte Erde. Jeder Planet. Jedes Sonnensystem. Alles, was es im All gibt. Und alles, was dazwischen pulsiert. Alles, was existiert, ist Gott in seiner Gesamtheit. Alles. Das Sichtbare und das Unsichtbare. Ohne jede Ausnahme. Jede nur vorstellbare Facette. Und ich meine wirklich jede. 

 

Jeder dieser Teile Gottes ist wichtig. Jeder ist wertvoll. Jeder ist von Liebe eingehüllt und durchtränkt. Denn Gott liebt sich selbst voll und ganz. Er liebt dich. Sie liebt dich. Und dich. Und dich. In jeder Form. In jeder Farbe. In jedem Augenblick. In jeder Welt. Zu jeder Zeit. Egal, was du tust. Egal, wer du bist. Jedes Gefühl. Jeden Zustand. Alles ist willkommen. Alles. Und alles wird umarmt. 

 

Jeder Teil Gottes ermöglicht ihm den Geschmack des Lebens in allen Nuancen auszukosten. Dazu hat sie sich geteilt, in unendlich viele Wesen, Zustände und Welten. Er wollte erfahren, wie es ist, Gott zu sein. Wie es ist, Licht zu sein. Wie es ist, Liebe zu sein. Nicht um das Wissen geht es hier. Es geht um die Erfahrung. Um das Fühlen, das Sein, das Durchleben.  

 

Deshalb gibt es nichts, was falsch wäre. Es gibt nichts Verdammenswertes. Die Sünde existierte nirgendwo sonst als in unseren Gedanken. Wir können keinen Weg einschlagen, der uns jemals von Gott trennen könnte. Denn wir sind eins und wir werden es immer sein. 

 

 

 

 

 

 

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Thomas Wiesendahl / pixelio.de
Foto: M.E. / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Foto: Lutz Stallknecht / pixelio.de
Foto: angieconscious / pixelio.de
Foto: Bernd Kasper / pixelio.de
Foto: Erich Westendarp / pixelio.de
Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Foto: Uwe Kunze / pixelio.de
Foto: Harald Böttcher
Foto: jutta rotter / pixelio.de
Foto: Peter Habender / pixelio.de
Foto: Peter Habereder / pixelio.de
Foto: Luise / pixelio.de
Foto: Angelika Wolter / pixelio.de
Foto: Andrea Damm / pixelio.de
Foto: Helena Souza / pixelio.de
Erdenhimmel